NEWS | AKTUELL
Davos 2012: Krise, Globalisierung und Komplexität
(Januar 2012) The Great Transformation: Shaping New Models, so lautet das Motto des diesjährigen World Economic Forums in Davos.
Klaus Schwab, Mitbegründer und Organisator des Forums, konstatiert eine Weltlage, die sich im kollektiven Burnout bewegt. Das vergangene Jahr vermittelt heute den Eindruck, das globale System sei im
Begriff auseinanderzubrechen: Finanz- und Schuldenkrise, Arbeitslosigkeit, politische Lähmung, soziale Ungerechtigkeit, Nahrungsmittel- und Energieknappheit - um nur einige Phänomene zu nennen. Und das
scheint erst der Beginn. Wir müssen, so der Grundtenor auf dem Weltwirtschaftsgipfel, nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues
Leadershipmodell entwickeln, das in der modernen Welt greift: Leadership, gegründet auf Visionen und Werten. Woher die Visionen und Werte kommen sollen, darauf wurde bislang jedoch keine Antwort gegeben.
Dass die überbordende Komplexität und Volatilität der heutigen Welt einhergeht mit einer weiter steigenden Vernetzung - das bedeutet auch eine extrem hohen Interdependenz einer sich immer mehr globalisierenden
Welt -, dies wird den Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft nun langsam klar. Systemisches Denken ist das neue Mantra. Interessanterweise hält im Moment des globalen Burnouts nun Complexity
Science in Davos Einzug, propagiert vom renommierten Santa Fe Institute, dem Zentrum für Komplexitätsforschung überhaupt. Insofern könnte Komplexität dieses Jahr zum Topthema des Davoser Gipfels avancieren:
Führende Wissenschaftler aus dem Gebiet der Komplexitätsforschung diskutieren mit Politikern und Vorständen über neue Wege zur Modellierung komplex-dynamischer Systeme wie Finanzmärkte und ökonomische Systeme.
Resilience, Widerstandsfähigkeit, ist dabei das Schlüsselwort. Es beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Wie gestalten wir zum Beispiel globale Produktions- und Logistik-Netzwerke
angesichts unvorhersehbarer Ereignisse, d.h. externer Schocks? Welche Risiken drohen den globalen Lieferketten angesichts von Ereignissen wie Fukushima oder Überschwemmungen, die neulich in Thailand zur
Schließung der Halbleiterproduktion führten? Es könnten in Kürze durch die Sperrung der Strasse von Hormuz die nächsten Störungen ins Haus stehen - wie robust sind weltweite Netzwerke von Lieferketten
angesichts eines solchen politischen Ereignisses?
Szenario-Planung und Risk-Management-Modelle im Sinne von War Gaming sind die Antwort auf dramatisch zunehmende Volatilität. Holistisches Management® und Simulationsgestütztes
Komplexitäts-Management® stellen ganzheitliche Methodik und Unternehmensmodelle (Enterprise Models) zur Verfügung, welche mittels What-If Szenarien auf der strategischen und taktischen Ebene den
Einfluß externer und interner Störungen auf das gesamte Geschäftsmodell aufzeigen, also nicht nur globale Supply Chain und Transportnetzwerke bewerten, sondern auch Bereiche robusten Geschäfts wie auch
kontra-intuitiver Risiken identifizieren - das ist ganzheitliches Risk Assessment auf der Basis modernster Methoden des Operations Research.
Natur- und Umweltdesaster, geopolitische Unruhen, ökonomische und technologische Veränderungen, Terror oder Piraterie: es läßt sich nicht vorhersagen, wann und wo "Schwarze Schwäne" auftauchen. Von
Streitkräften und Zivilschutz erwarten und wissen wir, dass sie durch Planung und Übung auf den Ernstfall vorbereitet sind. Durch den Einsatz von holistischen Unternehmensmodellen und daraus abgeleiteten
Business Continuity und Crisis Management Maßnahmen können Vorstand und Management Team ebenfalls adäquat vorbereitet sein und so nachweislich Vorkehrungen treffen, um den Effekt von Störungen und Schocks
auf ihr Unternehmen planvoll zu minimieren. So ist der Schutz der anvertrauten Menschen und Güter nicht zuletzt unter Governance-Gesichtspunkten eine professionelle Obliegenheit, besonders die Eigentümer werden
auf eine angemessene Sicherung ihrer Interessen auch in Krisensituationen bestehen.
Den Beitrag New Models for Addressing Supply Chain and Transportation Risk finden Sie bitte hier.
Arenasphere 2012
(Januar 2012) Nach dem großen Erfolg von 2010 findet auch in diesem Jahr wieder das internationale Arena® Anwendertreffen Arenasphere statt. Weltführende Simulationsexperten, Vorträge und Möglichkeiten zum Training mit Arena® erwarten Sie bei diesem wichtigen Ereignis. Für mehr Information und die Registrierung für das Event, klicken Sie bitte das Logo.
Publikation Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow über Intuition und Innovation
(Dezember 2011) Wie entstehen neue Ideen, neue Paradigmen und Visionen? Was sind die Bedingungen für gelungene Innovationen?
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der SAT Strategic Advisors for Transformation AG, Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow, hat dazu seine Gedanken
zusammengefasst in der Ausgabe 23-24/2011 des CHEManager.
Wie der Prozess der Innovation richtig und nachhaltig zu verstehen ist, finden Sie hier:
Strategische Neuorientierung der SAT AG
(September 2011) Die SAT Simulations- und Automations-Technologie AG hat nun eine strategische Neuorientierung und den Namenswechsel zur SAT Strategic Advisors for Transformation AG vollzogen. Zweck der Gesellschaft ist die Beratung und Unterstützung der Unternehmensführungen bei der Einführung und Anwendung von Simulationsgestütztem Komplexitäts-Management®.
Zusätzlich zu der in den letzten Jahren angewendeten Expertise in der Modellierung und Optimierung führt die SAT Strategic Advisors for Transformation AG jetzt eine vollkommen neue Methodik zur Modellierung und Optimierung komplexer Business-Systeme jeder Art in den Markt ein, die jede Unternehmensleitung auf strategische, taktischer und operativer Ebene mit signifikanten EBIT-Steigerungen zum Einsatz bringen kann.
Comet™ in der Energiewirtschaft
(Mai 2011) Die Comet™-Plattform zeigt sich als ein äußerst wirkungsvolles Werkzeug in der Energiewirtschaft, mit wichtigen Anwendungen beim Entwurf und beim Betrieb von Smart Grids. Im Zusammenhang mit der Integration von erneuerbaren Energien hat sich gezeigt, dass ein Ansatz, der die Technik "Begrenzte Lokale Suche mit Diskrepanzkriterium" unter Einbeziehung von Stromfluss-Simulationen nutzt, die Gleich- oder Wechselstrom-Modelle verwenden, ein effektives Verfahren darstellt, um die Planung der Erweiterung von Kraftwerkskapazitäten und Netzkapazitäten zu kombinieren. Dieses Verfahren wurde bei Planungen zu Kapazitätserweiterungen in den westlichen Vereinigten Staaten verwendet. Die Leistungsfähigkeit von Comet zur mathematischen Programmierung wurde auch bei der strategischen Planung zur Fehlerbehebung oder bei der Erstellung von Krisenplänen zur Anwendung gebracht. Dort wurde Comet™ verwendet, um zu ermitteln, wie Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden können, um die Strombereitstellung wiederherzustellen, wenn Fehlfunktionen oder Betriebsstörungen vorliegen.
(Mai 2011) Dr. Thomas Arzt, Vorstand der SAT Simulations- und Automations- Technologie AG, hielt in Baden Baden anläßlich des Treffens der Baden Badener Unternehmergespräche, dem führenden Vorstandsnetzwerk in Deutschland, einen Vortrag zum Thema Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management für eine globalisierte Wirtschaft. Die Publikation im Magazin Palais Biron der Baden Badener Unternehmergespräche finden Sie bitte hier.
Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management® in Partnerschaft mit A. T. Kearney
(April 2011) Wir leben in einer Zeit des Paradigmenwechsels, der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt ist. Die Komplexität in und um Unternehmen nimmt dramatisch zu. Datenflut, globale Vernetzung und ständige Marktschwankungen sind wesentliche Treiber. Doch in der Wirtschaft wird immer noch stark "aus dem Bauch" heraus entschieden. Die Folge: unerkannte EBIT-Potentiale und Risiken. Ein völlig neuer und ganzheitlicher Managementansatz macht die unüberschaubare Komplexität beherrschbar; simulationsgestützte Unternehmensteuerung ermöglicht nachhaltige EBIT-Steigerungen von drei bis fünf Prozentpunkten.
Nicht aktiv gesteuerte Komplexität hindert Unternehmen am vollen Ausschöpfen ihres EBIT Potentials. Produktportfolios explodieren, Prozesse und Systeme wachsen zunehmend unkontrolliert und Organisationsstrukturen werden immer komplexer. Die daraus resultierende Komplexität ist meist nicht nur ineffizient, sie hemmt Unternehmen auch daran, ihr volles EBIT-Potential zu realisieren und ihre Wachstumsziele zu erreichen. Zusammen mit A.T. Kearney, dem führenden Beratungsunternehmen im Bereich des strategischen Komplexitäts-Managements, bietet die SAT Simulations- und Automations- Technologie AG eine neue, ganzheitliche Methodik zum "Simulationsgestützten Komplexitäts-Management" an. Wir unterstützen unseren Kunden dabei, die stetig wachsende Komplexität zu kontrollieren und über Silostrukturen hinweg zu optimieren. "Wert-schaffende" Komplexität sollte maximiert und "Wert-vernichtende" Komplexität minimiert werden, um das volle EBIT-Potential auszuschöpfen.
Informationen finden Sie hier (pdf download), unter A. T. Kearney sowie unter Complexity Management.
Eine Publikation in Handelsblatt finden Sie hier.
Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management® für die Entscheidungsunterstützung der Unternehmensführung
(Januar 2010) Es wird immer deutlicher, dass der Zusammenbruch der UdSSR im Jahre 1989, der 11. September 2001 und die Finanzkrise 2008 als Symptome zu sehen sind für einen epochalen Transformationsprozess in eine global vernetzte Welt, den unsere Zeit zu durchschreiten hat. Einige Analytiker sprechen vom größten und tiefgreifendsten Transformationsprozess in der menschlichen Geschichte. Die Historie scheint wieder in ihren „Normalzustand“ zurückgeschwungen zu sein, in den Zustand von Risiko, Unsicherheit und nichtlinearer Dynamik. Freilich sind Phasen höchster Instabilität und Turbulenz gleichzeitig auch Phasen höchster Sensibilität – für nachhaltigen Wandel und Paradigmenwechsel.
Was als Beschäftigung bis heute nur einem exklusiven Kreis von Intellektuellen und Wissenschaftlern vorbehalten war, nämlich ganzheitliches Denken und die Wissenschaft von der Komplexität, ist inzwischen auch von den ökonomischen und politischen Eliten aufgenommen worden. So steht im Executive Summary des World Economic Forum Annual Meeting 2009 in Davos: „(...) Komplexität und Wechselwirkung sind nicht nur charakteristisch für die Globalisierung, sondern auch die Grundlage einer systemischen Krise. Daher müssen zukünftige Lösungsansätze in einer holistischen und interdisziplinären Weise entwickelt werden um (...) einen Rückfall zu vermeiden. (...) Ziel ist es einen holistischen und systemischen Ansatz zu suchen zur Verbesserung des Zustandes der Welt (...)“. Für das Annual Meeting 2010 mit der Zielgebung Improve the State of the World: Rethink, Redesign, Rebuild – The Transformation Continues findet sich ein Jahr später der Satz: „Die Finanzkrise von 2008 und die „Große Rezession“ von 2009 führt zu schwierigen Fragen über die Zukunft der globalen Wirtschaft. Jedoch erlauben uns diese Fragen wichtige Einblicke in ökonomische Wirkzusammenhänge, Führungsdefizite und systemische Risiken, die der Globalisierung innewohnen. Diese Enthüllungen fordern uns auf Geschäftsmodelle, finanzielle Innovationen und Risiko Management neu zu überdenken“.
Mögen die Rettungsversuche und Notoperationen der internationalen Staatengemeinschaft wie auch der Notenbanken, von heute aus gesehen, wichtig und richtig gewesen sein, so könnten sie sich in einer hochkomplexen Welt allenfalls als Stühlerücken auf dem Deck der Titanic entpuppen – was fehlte, ist die ganzheitliche und systemische Sicht in der Krise und die Anwendung der entsprechenden Werkzeuge zum Management von Komplexität. Die heutigen Wirtschaftswissenschaftler haben sich inzwischen vorwerfen lassen müssen, sie hätten die Krise nicht antizipiert, was auch richtig ist, da sie einem „veralteten Modell“ von Marktdynamik verhaftet waren und das Herannahen extremer Situationen, bedingt beispielsweise durch den Herdentrieb des Menschen, nicht vorhersehen können. Offene Märkte sind jedoch keine quasi-statischen Systeme in der Nähe eines Gleichgewichts, sondern komplex-adaptive Systeme, deren Eigenschaft primär darin besteht, dass Mikroverhalten von Marktteilnehmer ständig neue Strukturen im Makroverhalten der Märkte hervorbringen. Die Finanz- und globale Wirtschaftskrise sind insgesamt dadurch entstanden, daß den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts mit der Weltsicht und Methoden des 19. Jahrhunderts begegnet wurde. Obwohl konstituierend für den Aufstieg der Naturwissenschaften in den letzten 300 Jahren kann eine mechanistische Weltsicht - die Welt als Uhrwerk -, auf Determinismus, Kausalität, Reduktionismus, statischem Denken und dem Paradigmen der Normalverteilung gründend, nicht mit der sich anhebenden Dynamik einer sich globalisierenden Welt fertig werden, deren Strukturelemente Nichtlinearität, Evolution, Emergenz, Adaption, Vernetzung (interconnectedness), Rückkopplung und Schwarze Schwäne beinhalten – Alles hängt mit Allem zusammen: hen kai pan, diese Erkenntnis aus der Antike wird heute plötzlich wieder als aktuell erkannt.
Ein neues Denken, eine Vision, ist daher nötig, insbesondere für die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik – und die neuen Methoden und Tools stehen bereit: Die Gartner Group hat in einer gerade veröffentlichten Studie "Top 10 Strategic Technologies for 2010" die Simulation und Optimierung zusammen mit Cloud Computing an die Spitze der Trends gestellt. Dieser Trend findet bei der SAT Simulations- und Automations- Technologie AG seine Anwendung in einer neuen Methodik, die als SAT Simulation-based Complexity Management bezeichnet wird und die der Unternehmensführung bei strategischen, taktischen und operativen Fragen in einem dynamisch-komplexen Umfeld Navigationshilfen zum ganzheitlichen Management bereitstellen soll.
Unsere neue Methode Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management® besteht aus den folgenden drei Stufen:
Komplexitäts-Audit und Assessment im Unternehmen, sodann – je nach Aufgabenstellung – die Modellierung mit Simulationstechniken wie Discrete Event Simulation (DES), Agent-based Modeling (ABM) und System Dynamics (SD) inklusive der Integration von Optimierungsverfahren wie Constraint Programming, Mathematical Programming, Local Search etc. sowie die anschließende Einbettung des Modells in die Kultur des jeweiligen Unternehmens zur täglichen Entscheidungsunterstützung im ganzheitlichen Change Management. Kernstück unserer Methode ist der neue multi-paradigmen Simulator Simio®, dessen Simulationsengine Discrete Event Simulation, Agent-based Modeling und System Dynamics in einem revolutionären Ansatz integriert. Simio® unterstützt als Simulations-Tool der Zukunft die erfolgreiche Reise in eine Zeit des holistischen Systemdenkens. Mit der Methode Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management® lassen sich komplex-dynamische Systeme jeder Art effizient analysieren und ihr Verhalten in silico untersuchen. Unternehmensführungen könne dann ihr gesamtes Unternehmen modellieren innerhalb eines „virtuellen Labors“, um neue strategische Entscheidungen für ihr Unternehmen innerhalb ihrer Märkte risikolos auszutesten.
Die Konsequenzen des neuen Denkens, des holistischen Denkens, das heute ansteht, hat der Quantenphysiker und Komplexitätsforscher Heinz Pagels schon 1988 wie folgt charakterisiert: „Ich bin überzeugt, dass diejenigen Nationen und Menschen, die sich die neue Wissenschaft der Komplexität zu eigen machen werden, zu den ökonomischen, kulturellen und politischen Supermächte des nächsten Jahrhunderts aufsteigen werden“.
Für Fragen und technische Detail-Information kontaktieren Sie uns bitte unter info@sat-ag.com.